KIRCHHEIM: „Partizipation wird mit Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung, Mitsprache, Einbeziehung ... übersetzt“. Wieso fängt dieser Gedanke nicht schon bei unseren kleinsten an? Diese Frage stellte sich auch in unserer Kindertagesstätte „Zwergenland“ in Kirchheim. "Kinder sind toll. Und sie wissen, was sie wollen", so Maik Schuster, Leiter des „Zwergenlands“. Leider werden die Kinder bei den Projekten meist nicht gefragt und Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg entschieden.

 

Zwar ist die Partizipation in den Bildungsplänen verankert, jedoch wird dieser Gedanke zu selten in die Wirklichkeit umgesetzt.

 

Dies soll nun ein neues Projekt ändern. Neben drei anderen Kindergärten in Thüringen erhielt die THEPRA Kindertagesstätte „Zwergenland“ den Zuschlag für das Projekt „Lebens(t)raum“, welches durch die Aktion Mensch und dem Kinderschutzbund initiiert wurde.

 

Das Ziel des Projektes in den nächsten drei Jahren besteht in der Sensibilitation möglichst vieler Menschen in und um Kirchheim. Damit sind nicht nur Erzieher und Eltern gemeint, sondern auch die Gemeinde, benachbarte Schulen, der Jugendclub, das Bündnis für Demokratie ... oder einfach gesagt, jeder der mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat.

 

Am 24. Oktober 2016 wird Herr Schuster und seine KollegeInnen das Projekt „Lebens(t)raum“ bei der Auftaktveranstaltung vorstellen. Bei diesem Netzwerktreffen soll unter anderem mit den Akteuren besprochen werden, wie die Kinder in die Entscheidungen in Kirchheim besser einbezogen werden können.

 

Bewusst ist uns, dass nicht alle Wünsche und Forderungen der Kinder umgesetzt werden können. Wichtig ist, dass den Kindern vermittelt wird, dass sie ernst genommen werden und Ihre Meinung einen wichtigen Stellenwert hat. Nur so können die Erwachsenen auch neue Ideen aufgreifen, auf diese sie ohne den Kindermund nicht gekommen wären. So können alle Beteiligten von diesem Projekt profitieren.

 

Quelle: Thüringer Allgemeine Zeitung