Seit 47 Jahren ist Wilfried Meister Geräuschemacher am Staatstheater in Weimar. Mit ihm, so fürchtet er, endet eine lange Familientradition, die mit seinem Vorfahr Wilhelm Meister bereits bei Goethe begann. Dabei ist er mit seinen verschiedenen Programmen ein gefragter Künstler. Und eine Kunst ist das Geräuschemachen, daran besteht kein Zweifel. Die Älteren erinnern sich noch an das wirklich durchdringende Knarren der Bodenkammertür von Willi Schwabes Rumpelkammer. Und bis heute zeigt er gerne, wie er das gemacht hat. Am liebsten aber  zeigt und spielt er seine Märchen in Kindereinrichtungen. Mit einem bunten Streifzug durch die Märchenwelt begeisterte er am 19. November 2014 die Kinder der THEPRA Kita „Salzaknirpse“. Selbst überrascht und begeistert von der passenden märchenhaften Kostümierung der Kinder zeigte er den Kindern, wie die Geräusche entstehen. Vom Wellenrauschen bis zu den Kirchenglocken und vom gruseligen Windgeheul bis zum geheimnisvollen Klicken eines Türschlosses verpackte er alles kindgerecht in bekannte Märchen und Lieder. Doch nicht nur Geräusche, auch die Wirkung von Licht und der Einsatz von Requisiten erklärte er in seiner Vorstellung. Sogar Spinnweben kann er auf den Rosen um Dornröschens Schloss entstehen lassen. Höhepunkt war auch diesmal, wenn Meister zeigt, wie Frau Holle die Betten schüttelt und es schneien lässt. Er hat dafür natürlich eine Schneemaschine und erntete dafür den tosenden Beifall des kleinen Publikums.